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Treibhausgase

Treibhausgase, THG (eng.: Green House Gases, GHG) beschreiben (Spuren-)Gase, die für den sogenannten Treibhauseffekt verantwortlich sind, der als Hauptverursacher des Klimawandels gilt. Sie können sowohl natürlich als auch anthropogen auftreten. Zu den Treibhausgasen zählen nach dem Kyoto-Protokoll Kohlendioxid (CO2), das als Referenzwert gilt, Methan (CH4), Distickstoffoxid (Lachgas, N2O) und weitere weniger unbekannte Gase wie H-FKW/HFC, FKW/PFC, Schwefelhexafluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3). Zusätzlich werden fluorierte Treibhausgase (F-Gase) nach dem Protokoll reglementiert. Andere Treibhausgase wie z.B. Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickoxide (NOx) oder flüchtige Kohlenwasserstoffe ohne Methan (sogenannte NMVOC) gelten als indirekte Treibhausgase und wurden im Montreal-Protokoll geregelt. Letztere sind Hauptverursacher der Zerstörung der Ozonschicht.

Wie bereits erwähnt gilt das gängigste Treibhausgas CO2 als Referenz für die anderen THG. Deren Treibhauspotential (GWP) wird in CO2-Äquivalente (CO2e) angegeben, um zum einen den Vergleich zu erleichtern und zum anderen die emittierten Gase als ein Wert anzugeben. Das GWP bezogen auf 100 Jahre der verschiedenen Gasen nach dem IPCC ist in folgender Tabelle dargestellt:

Kohlenstoffdioxid CO2 1
Tetrafluorpropen C3H2F4 4,4
Methan CH4 28
Distickstoffoxid (Lachgas) N2O 265
Tetrafluorethan C2H2F4 1300
Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) z. B. CClF3 13900
Fluorkohlenwasserstoffe (FKW, HFKW) z. B. CHF3 12400
Stickstofftrifluorid NF3 16100
Schwefelhexafluorid SF6 23500

Diese Werte sind folgendermaßen zu verstehen: Wird eine Tonne SF6 in die Atmosphäre entlassen, ist der Treibhauseffekt dieser Tonne so groß, wie 23500 Tonnen CO2 in der Atmosphäre. Dementsprechend wird schnell klar, wieso es so wichtig ist, den Fokus nicht allein auf CO2 zu legen, sondern die Konzentration und den Ausstoß aller THG zu senken.

Quellen:

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